Montag, 21. Juli 2008

Emsige Patrioten als nützliche Idioten

Mit dieser einzigen Liedzeile fasste schon Konstantin Wecker das Problem eines überschwänglichen Patriotismus sehr gut zusammen, und nach dem Mainstream-Artikel gestern über die abgehobene Politik, tauchen wir heute wieder in diese dreckige alltägliche Realität ein. Hunter S. Thompson sprach bereits im Jahr 2002 von einer "Orgie des Flaggenschwenkens" und heute widmet James Rothenberg den allzu Emsigen diesen Artikel beim Information Clearing House.
Hier die Übersetzung:


Das Problem des Patriotismus

Verwirrt wären wir, hießen die ersten Worte eines Kindes: „Ich bin stolz weiß zu sein!“ Selbst wenn das Kind lang genug gewartet hätte, um ein oder zwei Dinge über das Leben zu lernen, wäre noch immer etwas Beunruhigendes in dieser Aussage. Sollte irgendeine besondere Ehre darin liegen, Mitglied dieser Gruppe zu sein (tut sie nicht), was hätte man getan, sie zu verdienen? Es ist eher so, als würde man als der millionste Mensch, der eine Brücke überquert, geehrt werden.

Die Vereinigten Staaten waren niemals blind gegenüber der Farbe, auch wenn Justitia eigentlich nichts sehen kann. Albert Einstein nannte den Rassismus unsere nationale Krankheit. Er war begabt darin, Dinge zu erkennen, aber das zu erkennen, war eine einfache Sache. Der einzige Weg, es zu übersehen, ist selbst zu einem gewissen Grad ein Rassist zu sein. Und es ist eine Sache des Grades. Einhundert Rassisten werden nicht auf die gleiche Art rassistisch sein.

Insgesamt aber, wenn nicht sogar einhellig, erkennen wir die grundsätzliche Ungerechtigkeit des Diskriminierens wegen der Hautfarbe und wie verrückt es ist, übermäßig von seiner eigenen besessen zu sein, an, selbst wenn unsere Institutionen dabei nicht Schritt halten.

Dann gibt es den bedeutungslosen Zufall des Geschlechts. „Ich bin stolz ein Mann zu sein!“ Wunderbar. Gratulation! Man kann es genießen ein Mann oder eine Frau zu sein, aber selbst das scheint nicht mehr zu bedeuten, als das zu genießen, was man tut.

Wie auch bei der Hautfarbe, erkennen wir, wenn nicht sogar recht einhellig, die grundsätzliche Ungerechtigkeit des Diskriminierens wegen des Geschlechts und wie verrückt es ist, übermäßig von seinem eigenen besessen zu sein, an, auch wenn unsere Institutionen dabei nicht Schritt halten.

Die Religion ist ein großer Spalter der Menschen. Sie ist weitgehend zufällig und manchmal gewählt. Viele zehn Millionen Menschen wurden wegen ihr getötet. Zehn Millionen stolzer Menschen wurden von anderen stolzen Menschen getötet. Der Philosoph Dagobert Runes sagte, kein Gott sei es wert, für ihn zu töten. Die Vereinigten Staaten wurden auf der Grundlage der Religionsfreiheit gegründet, aber heutzutage behaupten einige, es sei eine christliche Nation. Ich habe einen indirekten Beweis dafür, dass es nicht so ist: Es war niemals die offizielle Politik, Juden zu verfolgen.

Noch immer erkennen wir, wenn nicht sogar recht einhellig, die grundsätzliche Ungerechtigkeit des Diskriminierens wegen der Religion und wie verrückt es ist, übermäßig von seiner eigenen besessen zu sein, an, auch wenn unsere Institutionen (insbesondere der Staat und die Justiz gegenüber den Muslimen) nicht Schritt halten.

Jetzt haben wir Nationalismus und Patriotismus, die in unserem Land heute praktisch untrennbar sind, also lassen Sie uns nur vom Patriotismus sprechen (da er in den Köpfen der Öffentlichkeit eine größere Verteidigung genießt). Unsere Nationalität ist weitgehend zufällig, manchmal gewählt. George Bernard Shaw machte eine elegante Beobachtung zu diesem Thema: „Patriotismus ist Ihre Überzeugung, dass Ihr Land allen anderen überlegen ist, weil Sie darin geboren wurden“

Trotzdem erkennen wir, im Gegensatz zum Rassismus, Sexismus und religiösen Fanatismus, im Falle des Patriotismus nicht an, wie grundsätzlich ungerecht das Diskriminieren aufgrund des Landes und wie verrückt die übermäßige Besessenheit von seinem eigenen ist. Insbesondere, weil unsere Institutionen Schritt halten.

Rasse, Geschlecht und Religion fordern nicht Ihre Loyalität, aber Ihr Land tut es. Ihr Dorf oder Ihre Stadt tun es nicht. Ihr Bundesstaat tut es nicht. New York und Kalifornien interessiert es nicht, ob Sie ihnen gegenüber loyal sind. Worin liegt der Unterschied? Streitkräfte! Unlce Sam braucht Sie. Um zu kämpfen.

Man könnte argumentieren, dass wir alle Amerikaner sind, und was ist so schlecht daran, für unser Land zu kämpfen? Zwei Dinge. Amerikaner entscheiden nicht, wann sie kämpfen und Amerikaner kämpfen nicht für ihr Land. Die politische Führung entscheidet, wann gekämpft wird und die Amerikaner kämpfen für die politische Führung.

Es muss hinzugefügt werden, dass wir nicht die einzige Nation mit einem Militär und patriotischen Bürgern sind. Wir sind dennoch die herrschende Supermacht mit einer unschönen Geschichte von staatlicher Gewalt, für diejenigen, die an den Aufzeichnungen interessiert sind. Aufgrund der Überlegenheit unserer militärischen Macht würde es sich moralisch gehören, sie als letzte zu benutzen. Unglücklicherweise sind wir damit beschäftigt, sie zu demonstrieren und zur Schau zu stellen.

Alles was man tun muss, um dieses Land auf einen Krieg vorzubereiten, ist den Alarm, dass sie kommen um uns zu holen, zu läuten und die Behauptung von der Selbstverteidigung aufzustellen. Das ist bekannt als Propaganda, ein abwertender Begriff seit die Sowjetunion und Deutschland anfingen ihn zu benutzen, aber neutral als die USA das Komitee zu öffentlichen Information (erster Weltkrieg) und das Büro zur Kriegsinformation (zweiter Weltkrieg) geschaffen haben.

Selbst wenn es genügend Beweise für das Gegenteil gibt, eine massive Propagandaanstrengung der Regierung für die Behauptung der Selbstverteidigung, kann das Land in die Unterwerfung führen. Was das möglich macht, ist eine große Menge an gefolgsamen, loyalen, patriotischen Bürgern, die in die andere Richtung sehen. Gefolgsam und loyal auf die Weise, auf die ein Polizeihund gefolgsam und loyal ist. Ohne Frage.

Es gibt einen abstrakten Begriff, der als die Vereinigten Staaten von Amerika bekannt ist. Es sind nicht die Sprache, die Kultur, die Überbleibsel, die Gebräuche und es sind mit Sicherheit nicht die Menschen, von denen jeder einzelne das beste Mittel um richtig von falsch zu unterscheiden, sein individuelles Gewissen, in sich trägt. Das Abstrakte ist das, worauf wir schwören, was in letzter Zeit zu Millionen verlorener und zerstörter Leben im Irak und Afghanistan geführt hat, ganz zu schweigen von den Folterkammern von Bagram, Abu Ghraib und Guantanamo.

Aber, wenn die Abstraktion Amerika handelt, sind Amerikaner darin verwickelt. Das ist kein Preis für patriotische Amerikaner, die ihre Gewissen übergeben und Salutieren, doch das Ergebnis ist, dass wir eine Nation von Verbrechern sind. Verbrecher gegen den Frieden, Grundpfeiler des internationalen Rechts bei den Nürnberger Prozessen.

Es gibt einen Weg, das Problem des Patriotismus in Form von Frage und Antwort zusammenzufassen. Warum werden die Verbrechen der USA nicht als Verbrechen angesehen? Weil es unpatriotisch ist.

Während der Zeit von Wahlen und Wiederwahlen (unser System der mehrfachen Amtszeiten sichert eine dauerhafte politische Klasse) spielen die Politiker ein Spiel mit den Menschen, das lautet „Ich liebe Amerika mehr als du es überhaupt lieben kannst!“ Ein Flaggenanstecker ist für einen Politiker das, was die riesige rote Nase für einen Clown ist, mit dem Unterschied, dass der Clown versucht albern zu sein. In Shows werden sie von den weitgehend dienstbaren Medien untersucht um festzustellen, wie tief ihr Patriotismus ist.

Sagen Sie den Leuten, dass sie ein Internationalist sind, ein Weltbürger, und sie werden mit Misstrauen betrachtet. Das setzt voraus, dass Sie überhaupt ernst genommen werden. Merkwürdig ist die Situation, in der wir unsere Ideale intuitiv als allgemeingültig betrachten, gleichzeitig aber daran scheitern, uns selbst von den Fesseln der nationalen Vorurteile zu befreien.


Sonntag, 20. Juli 2008

Das Heer der 300

Wie bringen es die beiden Kandidaten für US-Präsidentschaftswahl fertig, so wenige Fehler zu machen, wo sie doch quasi rund um die Uhr im Fokus der Öffentlichkeit stehen? Dass ihre Berater daran einen gewissen Anteil haben ist landläufig bekannt, aber welche eine Armee das im Falle Barack Obama tatsächlich ist, wird jetzt anhand dieses Artikels von Elisabeth Bumiller in der New York Times deutlich.

Eine Truppe von 300 berät Obama bei der Außenpolitik

Washington – Jeden Morgen gegen 8 Uhr, außenpolitische Berater im Chicagoer Wahlkampfbüro von Santor Barack Obama schicken ihm zwei E-Mails: eine Kurzinformation über die wichtigsten Entwicklungen der Welt in den letzten 24 Stunden, und eine Zusammenstellung von Fragen über internationale Beziehungen, wie sie dem Kandidat im Laufe des Tages wahrscheinlich gestellt werden, begleitet von Vorschlägen für dazu passende Antworten.

Ein aktuelles Beispiel für Frage und Antwort ist, ob Herr Obama die Entscheidung des irakischen Premier Ministers, Nuri Kamal al-Maliki, einen Zeitplan für den Abzug der amerikanischen Truppen mit jedweder Art von neuem Sicherheitsabkommen mit den USA zu verbinden, unterstützt. Die Antwort, die Obama in Stichpunkten gegeben wurde war ja – oder „eine echte Gelegenheit“, wie er in einer Rede über den Irak diese Woche darlegte.

Hinter diesen E-Mail Nachrichten steckt eine eng verwobene Gruppe von Gehilfen, unterstützt von einer riesigen 300 Personen starken Außenpolitik-Wahlkampf-Bürokratie, organisiert wie ein kleines Außenministerium, um einem Kandidaten zur Seite zu stehen, dessen begrenzte Erfahrung bei der nationalen Sicherheit Grund zur Besorgnis bei vielen Wählern ist.

„Es ist schwerfällig, keine Frage“, sagte Denis Mc Donough, 38, Obamas oberster Außenpolitik Berater, wobei er von einer Infrastruktur spricht, die nach Regionen und Themen in 20 Teams eingeteilt wurde und die, mit einigen Spannungen, kürzlich die obersten Außenpolitikberater von Senatorin Hillary Rodham Clintons Wahlkampagne aufgenommen hat. „Aber eine Regierung ist auch schwerfällig. Wir wissen auch, dass es schlampiger ist, wenn man nicht so viele Informationen bekommt, wie man kann.“

Die Gruppe steht diese Woche im Rampenlicht, da Obama seinen ersten Streifzug nach Übersee als mutmaßlicher Kandidat der Demokraten für das Präsidentenamt plant. Dabei werden ihn die Wähler zu Hause und die politischen Führer im Ausland genau beobachten um zu sehen, wie er sich selbst auf der internationalen Bühne schlägt.

Anders als George W. Bush, der, als er in das Rennen um die Präsidentschaft 2000 ging, zuvor nur spärlich mit Angelegenheiten der nationalen Sicherheit zu tun hatte, hat Obama seit seiner Wahl in den Senat im Jahre 2004 im Ausschuss für äußere Angelegenheiten gedient und eine Einführung von Beratern erhalten, die tief in der Materie verwurzelt sind. Seine Kampagne sagt, dass er gut vorbereitet ist und oft die Gesprächsthemen, die ihm von seinen Beratern geliefert werden, verändert und ausweitet.

Die Leute im Kern seines Teams arbeiteten schon für die Regierung unter Präsident Clinton und waren im Großen und Ganzen die Zöglinge der Berater, die an der Kampagne für die Nominierung von Frau Clinton gearbeitet hatten. Aber sie bleiben im Dienste der Kampagne, auch wenn diese erfahrenere Figuren aus der Clinton-Zeit aufnimmt, wie etwa die beiden ehemaligen Außenminister Madeleine K. Albright und Warren Christopher, und stehen bereit, der Außenpolitik der Partei ihren eigenen Stempel aufzudrücken.

Die meisten von ihnen, wie auch der Kandidat für den sie arbeiten, grenzen sich selbst durch eine frühe Ablehnung des Irakkrieges von Frau Clintons Außenpolitik ab. Sie tendieren auch dazu, liberaler zu sein und den Gebrauch der „weichen Macht“ der Diplomatie und wirtschaftlichen Hilfe bei dem Versuch die amerikanischen Interessen voranzutreiben, zu betonen. Dennoch passen ihre Positionen gut in die gemäßigte demokratische Außenpolitik und noch keine der tiefen Klüfte, die die republikanische Außenpolitik in zwei Lager, die sogenannten Neokonservativen und die Pragmatiker, spaltet, hat sich bisher aufgetan.

Der Kern von Obamas Team wird von Susan E. Rice, einer stellvertretenden Außenministerin für Afrika in der Clinton Regierung, die sich für eine härtere Antwort auf die Krise in Darfur eingesetzt hat, und Anthony Lake, Clintons erster Sicherheitsberater, der für das Versagen der Regierung bei der Bekämpfung des Völkermordes in Ruanda 1994 kritisiert wurde und nun das Nichtstun als schwerwiegenden Fehler eingesteht, geleitet.

Das Herzstück umfasst auch Gegory B. Craig, einen ehemaligen hochrangigen Beamten in Clintons Außenministerium, der als Anwalt des Präsidenten während seines Amtsenthebungsverfahrens gearbeitet hatte; Richard J. Danzig, ein Marinebeauftragter in der Clinton Regierung; Mark W. Lippert, Obamas ehemaliger außenpolitischer Berater im Senat, der gerade von einer Dienstreise zur Marine im Irak zurückkam; und Herr McDonough.

McDonough und Lippert werden von der Kampagne bezahlt und haben ihren Sitz in Chicago, der Rest sind außenstehende Berater, die freiwillig von Washington aus arbeiten.

Smantha Power, Pulitzer-Preisträgerin und Menschenrechtsexpertin aus Havard,gehört nicht länger zur Gruppe. Sie trat im März zurück, nachdem sie Frau Clinton als „Monster“ bezeichnet hatte. Aber Lake spricht immer noch mit Power und Obama schickte ihre eine lange persönliche Widmung, die auf ihrer Hochzeit in Irland diesen Monat verlesen wurde.

Obamas republikanischer Rivale, Senator John McCain aus Arizona, hat ein deutlich kleineres und loseres Außenpolitkunternehmen, insgesamt etwa 75 Leute, und niemand ist in Teams organisiert. Im Jahr 2004 hatte der demokratische Präsidentschaftskandidat, Senator John Kerry, ein außenpolitisches Gebilde, dessen Ausmaß mit dem von Obama vergleichbar war, aber es hatte sehr begrenzen Einfluss auf den Kandidaten, der 20 Jahre im Senat verbracht hatte, sagten ehemalige Berater. Obama ist noch immer nicht bei den geheimdienstlichen Lagebesprechungen der Regierung, die einem Präsidentschaftskandidaten typischerweise zugänglich sind, nachdem er von seiner Partei nominiert wurde.

Obamas Infrastruktur schaufelt jeden Tag hunderte von E-Mails und Mengen von Positionspapieren und Gesprächsthemen zu Mitgliedern der Kerngruppe, die im Gegenzug Ratschläge suchen oder Anfragen für mehr Informationen an Team-Mitglieder weiter unten in der Hierarchie schicken. Dennis Ross, der Abgesandte für den Mittleren Osten von Clinton und dem ersten Präsidenten Bush und Mitglied in Obamas Team für den Mittleren Osten, wird regelmäßig von Rice, Lake oder McDonough um Hilfe bei der Gestaltung von Obamas Kommentaren über Irans Atomprogramm und die potentielle Bedrohung für Israel gebeten.

„Sie haben um wirkliche Hilfe gebeten: ‚Kann ich einen Blick auf die Sprache bezüglich des Iran werfen?’“ sagte Ross. „Oder manchmal wurden mir Fragen gestellt, um das Vorgehen der Regierung gegenüber dem Iran zu erklären.“ Ross nahm letzte Woche an einer Konferenzschaltung mit Obama teil, um den Senator für seine Auslandsreise vorzubereiten, und er wird mit ihm nach Israel und nach Ramallah im West-Jordan-Land und zu anderen Stationen reisen. Ross beschrieb Obama in der Konferenz als darauf bedacht, in Themen auf der Reise einzudringen.

Eine andere Person, die von außen Ratschläge beisteuerte, ist der ehemalige Außenminister Collin L. Powell, den Obama schon länger umworben hat. Powell, ein Republikaner, ist seit Jahrzehnten mit McCain befreundet, aber Freunde sagen, er fühlte sich von dessen außenpolitischer Kampagne ausgeschlossen und war beeindruckt, als ihn Obama im Juni anrief. Powell traf sich auch ungefähr zur gleichen Zeit mit McCain.

Tag ein Tag aus ist Herr McDonough wichtigste Verbindungspunkt zwischen Obama und seinem Außenpolitikteam, der in Chicago bald von Lippert unterstützt werden wird. „Wenn etwas großes in der Welt geschehen ist, dann schicken wir Obama entweder eine E-Mail oder wir rufen ihn an,“ sagte Lippert, der einen ähnlichen Job, wenn auch im kleineren Maßstab, als Obama außenpolitischer Berater im Senat machte. „Anstelle von 20 Leuten hat man jetzt 300 an der Hand. Der Druck ist da, die Zeit ist deutlich knapper, aber das Prinzip ist das Selbe – Die Anrufe sortieren, den Kandidaten einweisen, E-Mails, offene Briefe, Statements.“

Im Totenreich der 300 sagen die Berater oft, dass ihnen unklar ist was mit all den Dingen passiert, die sie auf Anfrage hinausjagen. „Es ist sehr mysteriös, was wir ihm schicken und was zu ihm durchdringt“, sagte Michael A. McFaul, ein Russlandforscher an der Stanford Universität, der das Russland und Eurasien Team für die Obama Kampagne leitet.

Andere Teamleiter umfassen Ivo H.Daalder, einen Wissenschaftler des Brookings Instituts, der sein 40 Mitglieder starkes Team für die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen in acht Arbeitsgruppen unterteilt hat, und Philip H. Gordon, ein anderer Forscher am Institut, der für Obamas Europateam verantwortlich ist.

Obwohl Obamas Team noch einen öffentlichen Beweis tiefer politischer Spaltung zeigen muss, hat es doch seine Portion persönlicher Spannungen, nicht zuletzt solche, die durch die Aufnahme von Hilary Clintons ehemaligen Beratern entstanden sind. Während dieses Vorgangs wurde die alte Clinton Hierarchie auf den Kopf gestellt.

Eine Person, die kein Teamleiter ist – und die nicht in eine letzen Monat angekündigte, 13 Mitglieder starke „Senior Arbeitsgruppe“ einbezogen wurde -, ist Richard Holbooke, ein UN-Botschafter unter Clinton, der als potentieller Außenminister für den Fall, dass Hilary Clinton die Wahl gewonnen hätte, gehandelt wurde. Holbrooke hat schon seit langem eine Rivalität mit Lake, der in Washington oft wegen seiner Leistung als Sicherheitsberater in Clintons Regierung kritisiert wurde.

Die Obama Kampagne hat seitdem gesagt, dass Holbrooke, der ein Ende des Krieges in Bosnien 1995 vermittelt hatte, mit im Boot sei. Aber Holbrooke, der einen Kommentar ablehnt, findet sich selbst in der Position eines Generals in einer besiegten Armee, der nun den Frieden suchen muss.


Samstag, 19. Juli 2008

Das Verschwinden der Bienen

Auch in deutschen Zeitungen wurde schon mehrfach über das unerklärliche Mysterium der spurlos verschwindenden Bienenkolonien berichtet. Die Ursache hierfür lag lange im Dunkel, wurde jetzt aber vielleicht gefunden, wie diesem Artikel von Geoffrey Lean und Harriet Shawcross aus dem Independent zu entnehmen ist.

Rotten Mobiltelefone unsere Bienen aus?

Wissenschaftler behaupten die Strahlung von Handys ist schuld am mysteriösen „Koloniezusammenbruch“ der Bienen


Es klingt nach der Handlung eines von besonders weither geholten Horro-Films. Aber einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass unsere Liebe zum Mobiltelefon zu einer massiven Nahrungsmittelknappheit durch Ernteausfälle führen könnte.

Sie haben die Theorie aufgestellt, dass die von Handys und anderen High-Tech-Spielzeugen abgegebene Strahlung eine mögliche Antwort auf eines der bizarrsten Mysterien ist, die jemals in der natürlichen Welt vorkamen – dem plötzlichen Verschwinden von Bienen, die Pflanzen bestäuben. Ende letzter Woche behaupteten einige Imker, dass das Phänomen – welches in den USA begann und sich dann nach Kontinentaleuropa verbreitete – nun anfinge auch Großbritannien zu treffen.

Die Theorie ist, dass die Strahlung von Mobiltelefonen das Navigationssystem der Bienen stört und so die bekannterweise ihr Zuhause liebende Spezies daran hindert, den Weg zurück in ihre Stöcke zu finden.

Colony Collapse Disorder (CCD) [Koloniezusammenbruchsstörung] tritt dann auf, wenn die Bewohner eines Stockes plötzlich verschwinden und dabei nur die Königin, Eier und ein paar unreife Arbeiterinnen zurücklassen. Die verschwundenen Bienen werden niemals gefunden, man geht aber davon aus, dass sie alleine und weit von ihrem Zuhause entfernt sterben. Die Parasiten, wilden Tiere und anderen Bienen, die normalerweise den von einer sterbenden Kolonie zurückgelassenen Honig und Pollen klauen, weigern sich, sich den verlassenen Stöcken anzunähern.

Der Alarm wurde das erste Mal letzten Sommer geläutet und hat jetzt die Hälfte aller amerikanischen Bundessstaaten getroffen. An der Westküste sieht man die Verluste bei 60% der kommerziellen Bienenpopulation, an der Ostküste fehlen 70%.

CCD hat sich seitdem nach Deutschland, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und in die Schweiz ausgebreitet und letzte Woche meldete John Chapple, einer von Londons größten Bienen-Züchtern, dass 23 seiner 40 Stöcke plötzlich verlassen wurden.

Andere Imker haben Verluste in Schottland, Wales und nord-west England zu verzeichnen, dennoch beharrt das Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten: „Es gibt absolut keinen Beweis für CCD im Vereinigten Königreich.“

Die Folgen der Ausbreitung sind alarmierend. Die meisten Feldfrüchte der Welt sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. Albert Einstein sagte einmal, dass wenn die Bienen verschwänden, „der Mensch nur noch vier Jahre zu leben hätte“.

Niemand weiß, wieso das passiert. Die unterschiedlichen Theorien, basierend auf Milben, Pestiziden, der globalen Erwärmung und gentechnisch veränderten Pflanzen, wurden vorgeschlagen, aber alle haben Nachteile.

Deutsche Forschungen haben schon lange gezeigt, dass sich das Verhalten von Bienen in der nähe von Hochspannungsleitungen verändert.

Nun hat eine begrenzte Studie der Universität Landau gezeigt, dass sich Bienen weigern zu ihren Stöcken zurück zu kehren, wenn Mobiltelefone in deren Nähe platziert werden. Dr. Jochen Kuhn, der diese durchführte, sagte das könnte einen Hinweis auf einen möglichen Grund liefern.

Dr. George Carlo, der eine großangelegte Studie der US-Regierung und der Mobilfunkindustrie über die Gefahren der Handys in den 90ern leitete sagte: „Ich bin überzeugt, dass die Möglichkeit real ist.“


Das Beweismaterial gegen die Handys

Die Hinweise auf Gefahren für Menschen durch Mobiltelefone verdichten sicht, jedoch mangelt es immernoch an Beweisen, vor allem weil viele der größten Gefahren, wie etwas Krebs, Jahrzehnte brauchen, bis sie sich zeigen.

Die meiste Forschung in Richtung Krebs hat sich bisher als ergebnislos erwiesen, aber eine offizielle finnische Studie fand heraus, dass Menschen, die seit 10 Jahren ein Mobiltelefon benutzen, ein um 40% erhöhtes Risiko für einen Gehirntumor auf der Seite, auf der sie auch das Handy halten, haben.

Genauso alarmierend: blue-chip Swedish research deckte auf, dass die Strahlung des Handys Gehirnzellen abtötet, was nahe legt, dass die Jugendlichen von heute noch in der ersten Hälfte ihres Lebens senil werden könnten.

Studien in Indien und den USA zeigten die Möglichkeit, dass Männer die ihr Handy oft benutzen, eine reduzierte Spermienzahl haben.

Professor Sir William Stewart, der zwei offizielle Untersuchungen geleitet hatte, warnt, dass Kinder unter acht Jahren keine Mobiltelefone benutzen sollten und machte eine Serie von Sicherheitsempfehlungen, welche aber weitgehend von den Ministern ignoriert wurde.


Freitag, 18. Juli 2008

Israels Überraschung

Seit mehr als einem Jahr kursieren verschiedene Meinungen über einen kurz bevorstehenden Angriff Israels und/oder der USA auf den Iran. Für recht wahrscheinlich erachtet auch der Militärgeheimdienstmitarbeiter und CIA Analyst Ray McGovern einen Angriff im Herbst, wie er in diesem Artikel beim Information Clearing House darlegt:

Plant Israel eine Überraschung für den September/Oktober?


Sie sagen, Sie erwarteten mehr Rhetorik als Realität von den Senatoren Obama und McCain in ihren gestrigen Reden über den Irak und Afghanistan? Nun, das ist sicherlich das, was Sie bekommen haben.

Was ich nichts desto trotz erstaunlich fand ist, wie sie und ihre Berater so wenig Notiz von der dramatischen Veränderung der politischen Landschaft nehmen konnten, welche ausgelöst wurde von der Bombe, die der irakische Premier Minister Nouri al-Maliki am 7. Juli gezündet hatte – sein Bestehen auf einen „Zeitplan“ für den Abzug der amerikanischen Truppen bevor irgendein Abkommen über ihren Verbleib über den Jahreswechsel hinaus getroffen wird.

Während der Antwort auf eine Frage bei seiner Pressekonferenz gestern zeigte Präsident Bush, dass ihm wage bewusst ist, dass der Zeitplan, wie Robert Dreyfuss sagt (in Truthout, 7. Juli), „eine große Sache“ ist. Bush wies sogar schleppend auf die Möglichkeit, das UN Mandat weiter auszudehnen, hin.

Aber es ist alles andere als klar, dass Maliki, der unter großen heimischen Druck steht, dazu in der Lage wäre, dies den verschiedenen Gruppen von deren Unterstützung er abhängig ist, und noch weniger denen, die er in Schach halten muss, zu verkaufen. Wie Dreyfuss zeigt, stehen Maliki und seine schiitischen Verbündeten unter erheblichem Druck seitens des Iran, der noch immer der wichtigste Verbündete der regierenden Allianz von Schiiten bleibt. Am wichtigsten: Maliki hat in keinster Weise Kontrolle darüber, was als nächstes geschieht.

Israel


Hier wird es unanagenehm. Niemand der über die geheimen Pfade der US Politik bescheid weiß, würde erwarten, dass die Kandidaten oder die kriecherische Presse die Frage ansprechen, wie die, die jetzt Israel lenken, wahrscheinlich über die Folgen eines großen amerikanischen Truppenabzugs aus dem Irak im nächsten Jahr denken.

Ich erinnere mich daran, wie ich am 16. Juni 2005, unmittelbar nach der Anhörung vor dem Justizausschuss des Kongressabgeordneten John Conyers, für eine offene Antwort auf die Frage eines seiner Kollegen angeprangert wurde. Diese lautete: Wenn die Invasion des Irak nicht wegen der Massenvernichtungswaffen und nicht wegen der nicht existenten Verbindung zwischen dem Irak und Al-Quaida durchgeführt wurde, warum haben wir dann angegriffen?

Als Antwort benutzte ich das Akronym OIL. O für Öl; I für Israel; und L für Logistik, was die militärischen Basen meint, die von den Neokonservativen als notwendig erachtet werden um beides zu schützen. Weder die anwesenden Parlamentarier noch die Leute von den Medien schienen irgendwelche Probleme mit Öl und militärischen Basen zu haben – an sich ein interessanter Kommentar.

Wie dem auch sei, der Vorschlag, dass ein Hauptmotiv der Versuch war, diesen Teil des Mittleren Ostens sicherer für Israel zu machen (Ja Leute, die Neokonservativen dachten wirklich, dass der Angriff auf den Irak das tun würde) – nun, das war abstoßend.

Und es ist heute noch abstoßend, vorzuschlagen, dass das immer noch einer der Hauptgründe ist, neben dem Öl, weshalb Elliott Abrams, andere Neocons – und nicht zu vergessen Vize-Präsident Dick Cheney und sein Team – darauf bestehen, zu bleiben. Maliki und seine Partner seien verdammt. (Siehe die Karikatur in der Washington Times von heute, die Maliki mit Worten zeigt, die ihm sagen „Wir werden NICHT gehen“)

Hier in Washington können wir uns zurück lehnen und im die Folgen solcher Kommentare Malikis und anderer irakischer Führer herum reden. Die Israelis müssen solche Aussagen ernst nehmen. Keine Einigung über die amerikanischen Truppen im Irak bis in das Jahr 2009 ohne einen Zeitplan für den Abzug? Für Tel Aviv wird das sehr ernst.

Meine Vermutung ist, dass die israelischen Führer apoplektisch sind. Das Fiasko im Irak hat die Region ganz offensichtlich gefährlicher für Israel gemacht. Da sind jetzt tatsächlich richtige „Terroristen“ und „Extremisten“ und die Vorstellung von abziehenden amerikanischen Truppen muss ein Grund zu echter Besorgnis in Tel Aviv sein.

Die USA verwickelt halten: Iran


Diese dramatische Veränderung – oder sogar nur ihr Geist – steigert Israels Ansporn die Art Verwicklung der USA in dieser Region sicherzustellen, die für mehrere Jahre anhält. Die Israelis müssen Fakten auf dem Boden schaffen – etwas um sicherzustellen, dass Washington dem, den die US-Kandidaten, Obama eingeschlossen, als „unseren Verbündeten“ bezeichnen, zur Seite stehen. (Kümmern Sie sich nicht darum, dass es kein beiderseitiges Verteidigungsbündnis gibt) Israel ist sich allzu schmerzlich der Tatsache bewusst, dass es nur noch sechs weitere Monate Bush und Cheney hat.

Das Gesetz, das vom American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) entworfen wurde und so eifrig im Kongress beworben wird, ruft nach dem, was einer Blockade des Iran entspricht. Das wäre eine Möglichkeit zur Verstrickung; es gibt viele andere.

Der Punkt ist, dass die wachsende Gefahr, die die Israelis wahrnehmen sie wahrscheinlich dazu bringt, einen Weg zu finden um die USA in Feindseligkeiten mit dem Iran zu ziehen. Bush und Cheney haben ihnen ziemlich oft die Lizenz dazu gegeben, indem der Präsident regelmäßig verspricht „unseren Verbündeten“ zu verteidigen, wenn Israel angegriffen wird.

Alles was Israel tun muss, ist es zu arrangieren, angegriffen zu werden. Kein Problem.

Es gibt zahllose Möglichkeiten, die Israel wählen kann, um so eine Konfrontation zu katalysieren – mit oder ohne einem Wink oder Nicken von Cheney und Abrahms. Das sogenannte „amber light“ [bernsteinfarbenes Licht] von dem man sagt, dass es Israel gegeben wurde, wird wie ich glaube schon als ziemlich ausreichend angesehen; es ist nicht wahrscheinlich, dass sie meinen warten zu müssen, bis es grün wird.

Bis jetzt war der Widerstand der alten US Militärs das einzige wirkliche Hindernis für den Wahnsinn von Feindseligkeiten mit dem Iran. (Und man muss nur Scott Ritters Artikel auf Truthdig diese Woche lesen um ein Gefühl dafür zu bekommen, weshalb sie vorsichtig sind)

Dem Chef des Generalstabes, Admiral Mike Mullen, wird nachgesagt die Israelis gewarnt zu haben, dass eine „dritte Front“ im Mittleren Osten eine Katastrophe wäre. Ich glaube, er hat eher jene die in Washington mitgehört haben gewarnt, inklusive der bis jetzt stocktauben Gesetzesmacher.

Selbst wenn die Informierten recht gehen in der Annahme, Mullen würde in seinem Versuch den Neocons und Dick Cheney zu widerstehen von Verteidigungsminister Robert Gates unterstützt, klang Mullens Tonfall bei seiner Pressekonferenz vor zwei Wochen als würde er einen richtigen Kampf gegen die Verrückten im Weißen Haus und in Tel Aviv führen. Und wann haben die Verrückten das letzte mal einen politischen Kampf von solcher Bedeutung für Israel verloren?

Mullen ist gerade aus Tel Aviv zurückgekehrt. Er weiß den Schwachsinn der endlosen Spekulationen ob zuerst Israel oder die USA den Iran angreifen am meisten zu schätzen. Selbst wenn die Israelischen Führer keine explizite Versicherung aus dem Weißen Haus haben, gehen sie mit Sicherheit davon aus, dass wenn erst einmal der Casus Belli geschaffen ist, ihre Freunde in Washington – und die Truppen die diese kommandieren – bereit stehen.


Bitte anschnallen…

Aus der Sicht Tel Avivs erscheint es als eine zunehmend bedrohliche Situation, mit dringendem Bedarf, die USA noch tiefer in die Region „einzubinden“ – in einer Konfrontation der beiden Länder mit dem Iran.

Ein perfekter Sturm braut sich zusammen:

- Patraeus, der nachweislich die Bitten von Vize Präsident Dick Cheney erfüllt, wird im September den Befehl über CENTCOM übernehmen.

- Die Werte von Senator McCain werden zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich im Keller sein (wegen der Wirtschaft ebenso wie wegen allem anderen)

- McCain wird im Weißen Haus als der einzige Kandidat gesehen werden, der etwas durch ein ausgedehnteren Krieg gewinnen kann (genauso wie bei einem anderen „terroristischen Zwischenfall“)

- Bush und Cheney haben nur noch drei Monate vor sich

- Und Maliki wird nicht in der Lage sein Washington in nach der öffentlichen Forderung nach einem Zeitplan nachzugeben

Zusammenfassend ist es wahrscheinlich, dass Israel eine Überraschung für den September/Oktober vorbereitet, die darauf ausgelegt ist, die USA im Irak und in der weiteren Region fest zu halten, indem es Feindseligkeiten mit dem Iran provoziert. Und seinen Sie nicht überrascht, wenn es bereits im August losgeht. Die Führer Israels können gut und gerne für Verständnis bei den nicht zuvor informierten amerikanischen Verantwortlichen plädieren, mit der Behauptung sie konnten mit ihren Nachtsichtgeräten „amber“ [bernstein] nicht von grün unterscheiden.

Würden sie zögern? Bitte sagen Sie mir wer…wer nur soll die Sirene anschalten, sie überholen und auch nur daran denken ihnen eine Vorladung zu geben – nachdem der Computer des Streifenwagens ihren privilegierten Führerschein identifiziert hat?


Donnerstag, 17. Juli 2008

Die Terroristen Liste

Dass die US-Behörden ominöse Listen mit Terrorismusverdächtigen führen war ja schon seit längerem bekannt. Welches Ausmaß diese Liste inzwischen angenommen hat zeigt dieser Artikel von Reverend Richard Skaff, der auf GlobalResearch erschienen ist:

Die Beobachtungsliste für Terroristen erreicht 1.000.665 Namen und wächst immernoch

Sind Sie ein Aktivist, ein Autor, ein Journalist, ein Patriot oder vielleicht ein Wissenschaftler, der seine Meinung zur Verteidigung der Demokratie offen ausspricht? Wenn Sie das sind, dann ist die Chance, dass ihre Bordkarte auf dem nächsten Flug von den USA mit dem ominösen Symbol "SSSS" gestempelt wird, sehr hoch.
SSSS steht für "selectee fo enhanced security screening" [Ausgewählter für verbesserte Sicherheitsuntersuchung]. Das bedeutet, dass die Heimatschutzbehörde und die TSA [Sicherheitsbehörde für die Verkehrssicherung] Sie als US-Staatsbürger als ein Sicherheitsrisiko eingestuft hat und Ihre Steuergelder dazu verwendet, um sich selbst in unsere Diktatoren zu verwandeln.
Einem Zähler, der von der ACLU [Amerikanische Bürgerrechtsunion] unterhalten wird, zufolge hat die Beobachtungsliste für Terroristen die Marke von einer Million Namen durchbrochen und wächst immernoch mit jeder Minute. Das basiert auf den von der Regierung selbst übermittelten Daten über den Umfang der Liste. Mitglieder des Kongresses, Nonnen, Kriegshelden, Priester, ein ehemaliger Assistent des Justizministers, ACLU Verwalter, Leute mit schwierigen Namen und alle amerikanischen Namen wie Robert Johnson und Gary Smith wurden von den riesigen Tentakeln dieser Liste erfasst.
Wenn man einmal darauf ist, wird eine rigorose Prozedur, die sich nur wenig von einem göttlichen Eingriff unterscheidet, notwendig, um wieder herunter zu kommen. Viele sind müde dieses Thema anzusprechen, aus Angst zusätzliche faschistische Strategien wie Belästigung, Vergeltung und Einschüchterung könnten gegen sie eingesetzt werden.
Die ACLU verkündete am 14. Juli auch die Schaffung eines online Formulars, über das die Opfer der Liste ihre Geschichten übermitteln können. Zu finden ist das Forumular unter www.aclu.org/watchlist und direkt unter www.aclu.org/watchlistform.
Es scheint so, als wäre die Beobachtungsliste dazu gedacht, unschuldige Bürger zu verführen, abweichende Stimmen einzuschüchtern und mundtot zu machen, den Aktivismus zu zermalmen und den Weg für eine robotisierte, eingeschüchterte, faschistische und militärische Gesellschaft zu ebnen.
Die Schlüsselfragen, die es zu stellen gibt, sind die folgenden: Wie konnte das in unserer großartigen Republik passieren? Warum sollte sich eine Demokratie auf das Kriegsrecht vorbereiten, wenn sie eine echte Demokratie ist?
Haben Sadismus und Belästigung Höflichkeit und Verfassungsrechte ersetzt?
Hat Angst unsere freie Gesellschaft in eine Nation von Gefangenen, die hilflos, abhängig und ängstlich sind, verwandelt?
Wurde der angebliche Krieg gegen den Terror ein heimischer Krieg gegen die US-Bürger, der darauf zugeschnitten ist alle zu kontrollieren, zu unterdrücken und mit Microchips zu erfassen?
Sind die Bürger der Vereinigten Staaten am Steuer eingeschlafen?
Oder wurden sie einfach so gehirngewaschen und von Angst, Apathie, Selbstentfremdung und Verzweiflung verzehrt, dass sie ihre Hoffnungen und Träume aufgegeben und das größte Geschenk, das ihnen die Schöpfer dieser Nation gegeben haben, die Freiheit, preisgaben?
Schließlich würde ich gerne noch anfügen, dass es immer schwierig ist, die Geschichten, die von anderen erzählt werden, zu glauben, bis sie einem selbst passieren. Doch dann ist es zu spät! Lassen Sie sich nicht von Partei-Gerede oder falschen politischen Versprechungen zum Narren halten, den beide Parteien haben zu gleichen Teilen kollaboriert und sich verschworen um dieses Neo-Amerika zu schaffen. Unsere politischen Führer sollten eigentlich Diener des Volkes sein, die diesem antworten, doch in der Realität sind diese Führer nur vorher auserwählte Sklaven, die einzig und allein ihren globalen Konzernherren antworten.
Deshalb würde ich die Bürger gerne dazu drängen, ihre Bürgerpflichten herauszufinden und zu befolgen und genauso ihre Verfassungsrechte in Erfahrung zu bringen, aus ihrer tiefen Trance der politischen Illusion und Propaganda zu erwachen und die Scharlatane, die sie ins Amt gewählt haben und die die wahren Entführer unserer Demokratie sind, zur Verantwortung zu ziehen, um dieses großartige Land zu retten.


Der etwas andere Blog

Heute hatte eine kleine politische Diskussion mit einem guten Freund, bei der wir zwar im Grunde einer Meinung waren, zu deren Thema mir aber noch ein sehr guter englischsprachiger Artikel einfiel. Nach einigem Suchen hatte ich den auch wieder gefunden, allerdings weigerte sich der Freund, mit der Verweis auf seine verbesserungswürdigen Englischkenntnisse, ihn zu lesen.
Nachdem das nicht das erstmal war, dass die Verbreitung interessanter Informationen an sprachlichen Barrieren scheiterte, habe ich beschlossen dem ein Ende zu setzen.
In Zukunft werden sich hier Übersetzungen ausgewählter Artikel aus englischen Blogs und Zeitungen finden lassen, denn Informationen sind grenzenlos frei!