Sonntag, 3. August 2008

Der Klimawandel ist die neue Religion

Mich hat die Frage, weshalb die breite Masse der Bevölkerung die Phantasien von der globalen Erwärmung einfach so bedingungslos akzeptiert, alles hinnimmt, was man ihr mit diesem Argument vorsetzt, und sich dabei auch noch gut fühlt schon lange gequält. Bisher hatte ich es nur auf die Propaganda geschoben, aber Allan Taylor hat eine andere Erklärung. Der Klimawandel ist die neue Religion, mit verblüffenden Anleihen des Jahrhunderte lang bewährten Sadismus der katholischen Kirche.


Warum glauben so viele Leute an eine katastrophale globale Erwärmung?

Das ist eine gute Frage. Der Grund ist, dass die globale Erwärmung die neue, moderne Religion der westlichen Demokratien ist. Die Anwesenheit in den christlichen Kirchen ist schon lange rückläufig und die globale Erwärmung hat die Lücke gefüllt, nachdem die Propaganda der Medien über ihre vermuteten katastrophalen Effekte auf die Umwelt, die Welt überrollt und die Bevölkerung in Panik versetzt hat.

Diese neue, grüne Öko-Religion ist wie ein Wolf im Schaafspelz und genauso gefährlich. Unkontrolliert könnte sie im Niedergang der westlichen Zivilisationen, wie wir sie heute kennen, enden. Oder sollte ich gestern sagen, nachdem bereits einige Regierungen sehr unkluge Klimaschutzmaßnahmen, die von einem unwissenschaftlichen grünen Glauben abgeleitet sind, umgesetzt haben.

Jede Religion, oder Glaubenssystem, hat einen Rohrstock oder Propaganda, um die nichts ahnende Öffentlichkeit auf ihren Kurs zu bringen. Die christlichen Kirchen predigten von „Höllenfeuer und Schwefel“ um ihre Gläubigen zu kontrollieren. Die Kommunisten propagierten die Idee von der „Verdorbenheit des westlichen Kapitalismus“, und jetzt hat die neue grüne Öko-Religion die „katastrophale globale Erwärmung“ um allen das Blut in den Adern gefrieren zu lassen.

Das Ganze wird von den Medien aufgeheizt, dem Fernsehen, Radio, Zeitungen, wie ich vermute hauptsächlich deshalb, weil sie immer unter Druck stehen, die Nachrichten mit irgendetwas zu füllen, das auch nur im entferntesten daran erinnert, egal ob irgendwelche Bestätigungen dafür gibt oder nicht. In einem so wettbewerbsträchtigen Geschäft können die Medien die Spreu nicht vom Weizen trennen und verlassen sich auf die Zuseher, das zu tun.

Unter diesen Fehler mischt sich zusätzlich noch die Voreingenommenheit der Medien, welche sie nicht über „politisch inkorrekte“ Sichtweisen berichten lässt. Hier haben die Eigentümer oder Manager der Medienkonzerne einen Standpunkt gegenüber gewissen Themen, und schränken die Berichterstattung ein, um ihrem Glaubenssystem einen Vorteil zu verschaffen und sich daran aufzuplustern. Also Zuschauer und Zuhörer, gebt Acht! Trotzdem ist das unperfekte westliche Mediensystem immer noch besser als ein komplett von der Regierung kontrolliertes, Gott bewahre! Mehr zu diesem Thema in den Quellen.

Die globale Erwärmung und der Klimawandel sind die am meisten missverstandenen Themengebiete heutzutage. Sie scheinen von den Medien und der Umweltbewegung absichtlich verwirrend gemacht worden zu sein. Vieles der grünen Philosophie von einer saubereren Welt, vom Energiesparen und von der Müllreduzierung ist vernünftig, sogar bewundernswert, und ich unterstütze viele ihrer Bemühungen das zu tun, aber ich ziehe den Schlussstrich da, wo nicht-wissenschaftliche Faktoren (=Käse) und Hexerei herangezogen werden, um irgendeine idealistische Theorie, die uns in ein wirtschaftliches Desaster und in ein angebliches „grünes Utopia“ führen wird, zu unterstützen. Solche ein Unterfangen unterscheidet sich im Prinzip nicht von denen in der Vergangenheit, als fanatische Gruppen eine kommunistische oder faschistische Welt haben wollten.

Der Klimawandel ist kein neues Phänomen. Es hat uns immer begeleitet (seit mindestens 4 Milliarden Jahren) und wird uns immer begleiten. Wir haben Glück auf diesem dynamischen Planeten, der Erde, zu leben. Menschliche Wesen sind erst seit den letzten paar tausend Jahren hier! Und keine noch so drakonische Regierungspolitik vom CO2-Handel oder einer CO2-Steuer, wie sie jetzt vorgeschlagen werden, wird auch nur die kleinste Veränderung beim Klimawandel oder der globalen Erwärmung bringen, weil das natürliche Phänomene sind, wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Tsunamis und Hurricanes. Mit anderen Worten, geben Sie dem CO2 in der Atmosphäre nicht die Schuld an natürlichen Ereignissen, über die wir mickrigen menschlichen Wesen keine Kontrolle haben. Die Natur regiert die Welt!

Können wir die globale Erwärmung aufhalten? Führt sich uns in eine überhitzte Welt und Umweltkatastrophe? Es tut mir Leid, NEIN, in beiden Fällen wird Hexerei nichts helfen.

Auch die globale Erwärmung ist kein neues Phänomen und zusammen mit der globalen Abkühlung ist sie Teil des Klimawandels. Aktuelle wissenschaftliche Beobachtungen zeigen an, dass die globale Erwärmung im Moment nicht stattfindet (auch nicht während des letzten Jahrzehnts und während der letzten 100 Jahre nur um 0,7°C). Sie wird nicht von menschengemachtem CO2 ausgelöst, oder resultiert aus dem beobachteten Anstieg des CO2-Gehalts der Luft, eher umgekehrt. D.h. wann immer eine signifikante globale Erwärmung in der Vergangenheit stattgefunden hat, hat sie zu einem „Ausgasen“ der Ozeane und Gesteine geführt, was in einem Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre resultierte, mit einer Zeitverzögerung von 500 bis 800 Jahren (1). So viel zu Al Gores unwissenschaftlicher und Panik schürender Dokumentation „An Inconvenient Truth“ die 2007 einen Oskar gewann und zusammen mit dem Weltklimarat den Friedensnobelpreis bekam. Was für eine Verarschung des ursprünglichen Nobelpreis-Systems.

Eine weitere monumentale Aufbauschung war die Entscheidung des Supreme Court [oberstes amerikanisches Gericht] vom 2. April 2007, die besagt, dass CO2 ein Schadstoff nach dem Clean Air Act ist. Es war eine knappe Entscheidung, aber mehr politisch als wissenschaftlich. Seitdem gab es einen wahren Schub bei der unkontrollierten Jagd nach CO2, was dafür verantwortlich ist, dass so viele Leute an die globale Erwärmung glauben. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein!

Das CO2 in der Atmosphäre, das gerade 385 ppm im weltweiten Durchschnitt ausmacht, ist ein unentbehrlicher, Leben spendender Stoff für unsere Biosphäre. Die Tatsache, dass es langsam um 1 bis 2 ppm pro Jahr zunimmt ist nichts, worüber man sich Sorgen zu machen braucht und es ist eine gute Sache, wie viele Wissenschaftler sagen(2). Wie können sie das sagen? Nun, der CO2-Gehalt vor 100 Jahren wird auf 290 ppm geschätzt und alles war damals gut. Seit 1908 wurde ein offensichtlicher Anstieg von fast 100 ppm gemessen und nichts Schreckliches ist der Welt zugestoßen, d.h. es gab keine Auflösung der Korallenriffe und auch keinen Anstieg der Meeresspiegel wie man sie nicht schon in den 100 Jahren davor beobachten konnte. Was jedoch wichtig ist, ist die Tatsache, dass die Veränderung bemerkenswerte positive Effekte auf die Biosphäre und die Menschheit hatte.

Die Wachstumsrate von Feldfrüchten und Wäldern ist beträchtlich gestiegen und jetzt können wir (fast) 6,6 Milliarden Menschen, an Stelle der 1,5 Milliarden die 1908 auf der Erde lebten, ernähren. Gemüsezüchter nutzen normalerweise eine künstlich kontrollierte Atmosphäre mit einem CO2-Anteil von 900 ppm in ihren Gewächshäusern um die Wachstumsrate ihrer Pflanzen um 40% zu steigern. Wir brauchen mehr CO2 in der Atmosphäre, nicht weniger.

Viele geschlossene Räume und Hörsäle bringen es Pegel von 1000 ppm, ohne dass dies von Menschen wahrgenommen, aber dafür von Pflanzen geliebt wird. In keinem Fall ist das CO2 in der Atmosphäre ein Schadstoff und wir essen es (Brot) und trinken es (Bier, Sekt), atmen es und genießen es.

Es lebe das CO2 und nieder mit dem Supreme Court.

Quellen für verlässliche Informationen über den Klimawandel:

(1) David Evans Artikel „No Smoking Hot Spots“ in „The Australien“, 18. July 2008. Evans ist ein Computerwissenschaftler, der 6 Jahre lang für das australische Greenhouse Office gearbeitet hat. Er schlussfolgert „es gibt keinen Beweis für die Idee, dass CO2-Emissionen einen signifikanten Klimawandel auslösen. Keinen einzigen.“ Um diesen Artikel zu lesen, einfach nach „David Evans, climate change, Australia“ googlen [oder für übersetzte Auszüge hier klicken]

(2) Googlen sie nach „Theunen Institute“, Deutschland. Wissenschaftler berichten „CO2, das Gas, das manche als Gefahr sehen, ist in Wirklichkeit der Schlüssel zum Leben auf der Erde“. Ebenso die wissenschaftliche Arbeit „The Environmental Effects of Increased Atmospheric Carbon Dioxide“ von A.B. Robinson, zu finden via Google „Oregon Institute of Science and Medicine“

Die großen TV- und Radio-Nachrichtensender (BBC, DW, ABC, CNN und andere) sind nur Propagandamittel für die globale Erwärmung und werben für erneuerbare Energien, den Handel mit Emissionsrechten und andere Ablenkungsmanöver. Nur sehr selten und dann nur sehr widerwillig werden sie etwas senden, das diesem Glaubenssystem widerspricht (z.B. die britische Dokumentation „The Great Global Warming Swindle“).

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Samstag, 2. August 2008

Bekannter Kolumnist erklärt den Kriegstreibern den Krieg

Joe Klein, der bekannte und für manche Kreise unbequeme Kolumnist des Time Magazines hat sich jetzt einen besonders mächtigen Gegner ausgesucht. Und das nur, weil er die Kriegstreiberein einer Lobbygruppe in das Licht der Öffentlichkeit gerückt hat.


Wenn Extremisten angreifen

Ich wurde jetzt als antisemitisch und intellektuell instabil und einen ganzen Haufen andere Dinge von dem Leuten drüben im Commentary Blog beschimpft. Sie wollen, dass das Time Magazine mich feuert oder zum Schweigen bringt. Das passiert, weil ich etwas gesagt habe, das eindeutig wahr, aber in der politischen Gesellschaft unausgesprochen ist: Es gibt eine kleine Gruppe jüdischer Neo-Konservativer die in den 90er Jahren ohne Erfolg versucht haben, Benjamin Netanyahu dazu zu bringen, Saddam Hussein anzugreifen, und dann erfolgreich dabei geholfen haben, die intellektuelle Begründung für Georg Bush das im Jahr 2003 zu tun, geliefert haben. Ihre Motivation beinhaltet eine wirre Verschmelzung von dem, was sie denken, dass es Israels oberste Interessen sind und denen der USA. Jetzt führen sie die Anklage für einen Krieg mit dem Iran.

Glücklicherweise repräsentieren diese Leute nur einen sehr kleinen Bruchteil der jüdischen Bevölkerung in diesem Land. Unglücklicherweise haben ihre Ansichten einen starken Einfluss bis hinauf in die höchsten Kreise der Bush Regierung – und sie scheinen auch Einfluss auf die Kampagne von John McCain zu haben. Glücklicherweise scheint die Bush Regierung eher daran interessiert zu sein, mit den Iranern zu verhandeln als sie anzugreifen – und laut meinen israelischen Freunden, werden die Israelis auch nichts unvernünftiges unternehmen. Ich bleibe stolz auf mein jüdisches Erbe, ein starker Unterstützer Israels und ein Realist bezüglich der kleinen Chance, Gemeinsamkeiten mit den Iranern zu finden. Aber ich bin nicht gewillt, diesen Ideologen die Anonymität zu gewähren, nach der sie streben.

Anfang 2003, während meiner ersten Wochen als Kolumnist des Time Magazines, schrieb ich eine Hand voll skeptischer Kolumnen über den kommenden Krieg im Irak, inklusive dieser über Israels Sicherheit als versteckte Streitfrage. Dann, mit den Truppen in Stellung und dem Krieg kurz vor dem Ausbruch, sagte ich etwas Dummes auf Tim Russerts Show im Kabelfernsehen – widerwillig sagte ich ok, wir sollten mit dem Angriff fortfahren. Das war die einzige Aussage, die ich zu Gunsten des Krieges traf und ich kam schnell zur Besinnung – aber das ist keine Entschuldigung. Wir haben mehr als 4000 Amerikaner verloren, zehntausende kommen schwer verwundet nach hause, hunderttausende Iraker wurden getötet und verwundet, und wir sind als Folge des Krieges schwächer, offensichtlich und moralisch.

Ich werde den selben Fehler kein zweites Mal machen. Ich denke nicht, dass ein Krieg mit dem Iran kommen wird, Gott sei dank, aber dieses Mal werde ich nicht den Kopf einziehen. Meine Stimme ist nicht besonders wichtig im großen Spiel der Dinge, aber ich werde meinen Job machen – und das hießt, Sie wissen lassen, wo genau ich stehe und was ich glaube.

Ich glaube, dass es eine kleine Gruppe jüdischer Neokonservativer gibt, die einen Krieg mit dem Iran wollen weil sie glauben, dass das in Amerikas langfristigem Interesse liegt und weil sie glauben, dass Israels Existenz in Gefahr ist. Sie liegen falsch und die aktuelle Geschichte zeigt uns, dass sie gefährlich sind. Und außerdem sind sie auch Tyrannen und ich werde mich nicht von ihnen einschüchtern lassen.


Freitag, 1. August 2008

Unter Druck stehende Banken leihen sich Rekordsummen von der Fed

Manchmal haben selbst Portale wie Yahoo ganz nützliche Meldungen, so wie in diesem Fall. Die amerikanischen Banken leiden nach wie vor unter finanziellen Engpässen, wie einige Zahlen der Fed zeigen. Unpräzise Übersetzungen bitte ich zu entschuldigen, die Amerikaner haben Sachen, die es so in der Form bei uns nicht gibt, und für die wir deshalb auch keinen Namen haben.


Unter Druck stehende Banken leihen sich Rekordsummen von der Fed


New York (Reuters) – Banken liehen sich in der letzten Wochen Rekordsummen bei der Fed, da die mittlerweile ein Jahr andauernde Kreditkrise weiter ihren Tribut fordert, während der Commercial Paper Market [Markt für kurzfristige Anleihen] weiter schrumpft, was harte Zeiten für die Kreditnehmer von kurzfristigen Krediten signalisiert.

Der Primary Credit [Hauptrefinanzierungsgeschäft] der Banken erreichte letzte Woche einen Durchschnitt von 17,45 Milliarden Dollar pro Tag, womit sie nach den 16,38 Milliarden der Woche zuvor die zweite Rekordwoche in Folge war. Das zeigten Daten der Fed am Donnerstag.

„Das zeigt, dass es einen Liquiditätsmangel im System gibt“, sagte Christopher Low, Chef-Ökonom von FTN Financial in New York.

Der Secondary Credit [Spitzenrefinanzierungsgeschäft], der normalerweise von Banken in Anspruch genommen wird, die schnell Geld benötigen, stieg von 34 Millionen auf 89 Millionen Dollar in der letzten Woche. Obwohl diese Zahlen im Vergleich zum Hauptrefinanzierungsgeschäft immer noch sehr klein sind, „sagt einem das, dass es eine steigende Zahl von Banken gibt, die die Fed als unsolide oder zu gering kapitalisiert bezeichnet“, sagte Low.

Analysten werden das Spitzenrefinanzierungsgeschäft genau beobachten, da die Mühen regionaler und kleinerer Banken in den USA, der weitere Verfalls der Immobilienpreise und der Anstiegs der Zwangsversteigerungen und der faulen Kredite die Schwierigkeiten des Bankensektors für viele Monate oder gar Jahre weiter verschärfen werden.

Einige Analysten schreiben den allgemeinen Anstieg der Nachfrage nach der kurzfristigen „window discounts“ Refinanzierungen der Fed einer Mischung verschiedener Faktoren zu.

„Ich bin sicher, dass es in Schieflage geratene Banken gibt, die Versuchen das Window-System anzupumpen“, sagte Michael Feroli, Ökonom bei JPMorgan in New York. Aber er fügte hinzu: „mehr und mehr Banken versuchen, einen Vorteil aus dem puren wirtschaftlichen Vorteil, zu niedrigen Zinssätzen leihen zu können, zu ziehen und man sieht ein langsames Dahinschwinden des Stigmas, das discount window zu benutzen.“

Der Zinssatz der Fed für das discount window liegt bei 2,25%.

Gleichzeitig ist der Markt für kurzfristige Anleihen, eine lebenswichtige Quelle für die kurzfristige Finanzierung von Alltagsgeschäften vieler Unternehmen, letzte Woche von 1,744 Billionen Dollar auf 1,728 Billionen Dollar zurückgegangen – das ist ein Minus von 16 Milliarden Dollar.

„Die Panik des letzten Jahres ist vorbei. Es ist jetzt geordneter, aber der finanzielle Druck bleibt und es werden noch weitere Schwierigkeiten kommen“, sagte John Canavan, Marktanalyst des Forschungsunternehmens Stone & McCarthy in Princeton, New Jersey.

Ein Teil des allgemeinem Rückgangs kann „asset-backed commercial paper“ [anlagegedeckten Anleihen], einem Unterbereich, der von den abrutschenden Immobilienpreisen und Hypotheken untergraben wurde, zugeschrieben werden.


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Donnerstag, 31. Juli 2008

So wird ein Atomschlag gegen den Iran salonfähig gemacht

Wie allgemein bekannt, macht Israel den meisten Druck auf die USA, gegen den Iran vorzugehen. Welch perverses Ausmaß das erreicht hat und wie die US-Medien dazu genutzt werden, auch einen Atomschlag als akzeptabel hinzustellen, erklärt Professor James Petras:


Die New York Times macht die nukleare Vernichtung salonfähig


Am 18. Juli 2008 veröffentlichte die New York Time einen Artikel des israelisch-jüdischen Historikers Professor Benny Morris, der einen israelischen Angriff auf den Iran mit der großen Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Völkermordes an 70 Millionen Iranern – 12 Mal so viele wie die jüdischen Opfer beim Holocaust der Nazis – verteidigt:

„Irans Führer täten gut daran, ihr Spiel zu überdenken und ihr Atomprogramm auszusetzen. Wenn sie sich dem verweigern, so ist das Beste, auf das sie hoffen können, dass ein konventioneller Luftangriff Israels ihre Atomanlagen zerstört. Sicher bedeutet das tausende iranischer Opfer und internationale Demütigung. Aber die Alternative ist ein Iran, der sich in eine atomare Wüste verwandelt.“

Morris hält regelmäßig Vorträge und ist ein Berater für das politische und militärische Establishment Israels und hat einmaligen Zugang zu den Strategen des israelischen Militärs. Morris Verteidigung und öffentliche Unterstützung für die brutale Vertreibung der Palästinenser ist gemeinhin bekannt. Dennoch haben ihn seine völkermörderischen Ansichten nicht daran gehindert, mehrere akademische Auszeichnungen zu erhalten. Seine Schriften und Ansichten werden in Israels führenden Zeitungen und Magazinen gedruckt. Morris Ansichten sind nicht das leere Gerede eines unbedeutenden Psychopaten, wie an der letzten Veröffentlichung seines offenen Briefes in der New York Times zu sehen war.

Was sagt uns die Veröffentlichung eines Artikels in der New York Times, der zur atomaren Einäscherung von 70 Millionen Iranern und der Kontaminierung eine großen Teils der einen Milliarde Einwohner des Mittleren Ostens, Asiens und Europas aufruft, über die amerikanische Politik und Kultur? Es ist die NYT, die die „gebildeten Schichten“ in den USA informiert, die mit ihren Sonntagsbeilagen, dem Literaturteil und den Leitartikel als „moralisches Gewissen“ wichtiger Teile der Kultur, Wirtschaft und der politischen Führungsschicht dient.

Die New York Times verleiht dem Massenmord eine gewisse Achtbarkeit, welche Morris Ansichten sonst nicht besessen hätten, wären sie in neo-konservativen Wochen- oder Monatsmagazinen erschienen. Die Tatsache, dass die NYT die Aussicht auf eine israelische Massenvernichtung von Millionen von Iranern als Teil der politischen Debatte im Mittleren Osten ansieht zeigt, wie weit der zionistische Faschismus die „höheren“ kulturellen und journalistischen Kreise in den USA beeinflusst hat. Es ist die Wahrheit, dass dies der logische Auswuchs der öffentlichen Bejahung der wirtschaftlichen Blockade von 1,4 Millionen Palästinensern in Gaza mit dem Ziel diese auszuhungern, und der Verschleierung des Einflusses des israelisch-zionistischen AIPAC beim Beginn der US-Invasion im Irak, in dessen Folge mehr als eine Million Iraker getötet wurden, durch die Times ist.

Die Times gibt den Ton für die gesamte kulturelle Szene New Yorks an, der die Interessen Israels soweit privilegiert, dass sich nicht nur dessen regelmäßigen Verletzungen des internationalen Rechts, sondern auch die Drohungen, genauer gesagt das Versprechen, weite Teile der Erde im Rennen um die regionale Vorherrschaft zu verbrennen, nahtlos in den Diskurs der amerikanischen Außenpolitik einfügen. Die Bereitschaft der NYT, einen israelischen Verteidiger des Völkermordes zu veröffentlichen, zeigt uns, wie stark die Verbindungen zwischen einer, wie man sagt, „liberalen“ pro-israelischen Publikation und dem Totalitarismus der israelischen Rechten sind: Es ist als würde man sagen, dass für das liberale, pro-israelische Establishment die nicht-jüdischen Nazis jenseits jeder Grenze liegen, aber die Ansichten und die Politik der zionistischen Faschisten bedürfen einer genauen Begutachtung und möglicherweise auch Anwendung.

Morris Artikel in der New York Times löste keinen Widerspruch seitens der 52 Präsidenten der wichtigsten amerikanisch-jüdischen Organisationen (PMAJO) aus, da deren tägliches Nachrichtenblatt, Daily Alert, regelmäßig Artikel von israelischen und amerikanischen Zionisten abgedruckt hatte, die einen israelischen oder amerikanischen Atomschlag gegen den Iran befürworteten. Mit anderen Worten, Morris totalitäre Ansichten sind Teil der kulturellen Grundsubstanz, die tiefe eingebettet ist in die zionistischen Organisationsnetzwerke und ihre weiten Ausläufer in die kulturellen und politischen Kreise der USA. Was die Times mit dem Druck von Morris Irrsinn erreicht hat, ist den Diskurs über den Völkermord aus dem begrenzten Umfeld der Zionisten heraus, hinein den Mainstream von Millionen von amerikanischen Lesern gezogen zu haben.

Abgesehen von einer Hand voll Schreibern (nichtjüdisch und jüdisch), die auf unbedeutenden Webseiten veröffentlichen, gab es keinerlei politische oder moralische Verurteilung dieser Beleidigung unserer Menschlichkeit aus der gesamten literarischen, politischen und journalistischen Welt. Kein Versuch wurde unternommen, um Morris totalitäre, völkermörderische Politik mit Israels öffentlichen Drohungen und Vorbereitungen für einen Atomkrieg in Verbindung zu bringen. Es gibt keine Anti-Atom-Bewegung, die von unseren einflussreichsten Intellektuellen geführt wird, um den Staat (Israel) und die Intellektuellen seiner Öffentlichkeit zurückzuweisen, die einen atomaren Krieg vorbereiten, mit dem Potential, das zehnfache der jüdischen Opfer, die von den Nazis dahingeschlachtet wurden, zu vernichten.

Die nukleare Einäscherung des Iran ist das israelische Gegenstück zu Hitlers Gaskammern und Krematorien. Die Ausrottung ist die letzte Stufe des Zionismus: akzeptiert die Doktrin der Herrschaft oder ruiniert die Luft und das Land der Erde. Das ist die direkte Botschaft von Benny Morris (und seinen offiziellen israelischen Sponsoren), die, wie Hitler, Ultimaten an die Iraner stellen, „ergebt euch oder ihr werdet vernichtet“ und die den USA drohen, „helft uns den Iran zu bombardieren oder seht einer weltweiten ökologischen und wirtschaftlichen Katastrophe entgegen“.

Dieser Morris ist ohne jede Frage, vollkommen, absolut und medizinisch wahnsinnig. Die New York Times zeigt mit der Veröffentlichung seine völkermörderischen Tiraden, wie Macht und Reichtum zum Verfall des jüdischen intellektuellen und kulturellen Lebens in den USA beigetragen haben. Um die Dimension dieses Verfalls zu verstehen, müssen wir nur den brillianten, tragisch-komischen, deutsch-jüdischen Autor Walter Benjamin, der verzweifelt vor dem fortschreitenden, totalitären Nazi-Terror flieht, mit Benny Morris krimineller Verteidigung des zionistischen Atom-Terrors in der New York Times vergleichen.

Die Frage nach der Macht des Zionismus in Amerika ist nicht nur eine Frage nach einer „Lobby“, die Entscheidungen des Kongresses und des Weißen Hauses über die Entwicklungshilfe für Israel beeinflusst. Heute geht es um die damit verbundenen Fragen nach der Verteidigung eines Atomkrieges in dem 70 Millionen Iraner ihrer Vernichtung entgegen sehen und die Komplizenschaft der amerikanischen Medien, die eine Plattform, nein, eine gewisse politische Achtbarkeit für Massenmord und globale Kontaminierung schaffen.


Mittwoch, 30. Juli 2008

Spekulanten krallen sich die Nahrungsmittelversorgung

Die allseits beliebten Heuschrecken schlagen in den USA mal wieder zu. Wie der George Washington Blog weiß, geht es dieses Mal nicht um einzelne, große Unternehmen. Nein, es geht um das elementarste Bedürfnis der Menschen: Nahrung.

Spekulanten versuchen sich die Kontrolle über die Lebensmittelversorgung zu erkaufen


Laut New York Times, Financial Times und anderen, kaufen Hedge-Fonds und andere Investoren Farmen, Farmland, Dünger, Dreschwerke, Verladeanlagen und andere Dinge, die zur Herstellung von Nahrung benötigt werden.

In Anbetracht des Niedergangs des Immobilien- und Finanzsektors und der Schwäche der amerikanischen Wirtschaft, sind große Investoren auf den Trichter gekommen, dass jeder essen muss und damit die Nahrungsmittelproduktion eine sichere Sache ist. Das bedeutet, dass Spekulanten die Nahrungsmittelpreise weiter nach oben treiben werden.

Jim Hightower sagt es so:

„Mit „Infrastruktur besitzen“ meinen sie, die Kontrolle über die Nahrungsmittel in den Händen von Finanzmanipulieren zu zentralisieren, die nur eine Sache ernten wollen: Fette Profite.

Der Preis? Aha! Das ist alles, worum es bei der Konsolidierung von Farmen und Lagereinrichtungen geht. Wenn man die Produktion einschränken und die Vorräte lagern kann – dann kann man die Preise nach oben treiben. Wenn die Maispreise niedriger sind als die Investoren sie haben wollen, dann lagert man einfach den Mais und zwingt so die Preise nach oben. Oder wenn die Maispreise in den USA niedrig sind, dann verschifft man ihn einfach nach Japan oder irgendwo anders hin, wo die Preise höher sind. Und wenn diese Störungen einen Zusammenbruch der Nahrungsmittelindustrie auslösen? Hey, die Spekulanten werden bereits Milliardenprofite daraus gezogen haben und sehen sich gerade nach der nächsten heißen Investition um.

Hedge-Fonds bringen nichts als Habgier und Kummer in die Landwirtschaft und unsere Nahrungsmittelversorgung, und es sollte ihnen verboten werden „Infrastruktur zu besitzen“.

Hightower kann Recht haben: wir sollten vom Kongress verlangen, Spekulanten davon abzuhalten, ein Grundbedürfnisse aufzukaufen.

Außerdem stärkt das meine Überzeugung, dass wir garantierten Zugang zu günstigem und gesundem Essen haben sollten.


Dienstag, 29. Juli 2008

Verhandlungen mit dem Iran nur ein Vorwand?

Für großes Aufsehen sorgte es letzte Woche, dass die USA erstmals einen hohen Diplomaten zu den Gesprächen mit dem Iran geschickt haben. Yaakov Katz berichtet jetzt in der Jerusalem Post, dass wir uns vielleicht trotzdem zu früh gefreut haben und das alles andere als eine Kehrtwende ist. Eher ein geschickter Schachzug.


Regierungsbeamte: USA sprechen mit dem Iran um einen Angriff zu legitimieren


Die letzten Gespräche, die die USA mit dem Iran geführt haben, zielen darauf ab eine Legitimation für einen möglichen Angriff auf die iranischen Atomanlagen zu schaffen, spekulierten Beamte im Verteidigungsministerium am Sonntag, als Verteidigungsminister Ehud Barack nach Washington zu Gesprächen mit hohen Regierungsmitgliedern aufbrach.

Brack wird nach Washington und New York reisen und Gespräche mit seinem Gegenstück Robert Gates, Vize-Präsident Dick Cheney, dem Chef des Generalstabes Admiral Michael Mullen, Außenministerin Condoleezza Rice und dem Nationalen Sicherheitsberater Stephen Hadley abhalten.

Regierungsbeamte sagten, es sei wahrscheinlich, dass Präsident Bush dem Treffen zwischen Barack und Hadley beiwohnen würde. Am Mittwoch wird Barack zu einem kurzen Treffen mit UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon nach New York fliegen.

Baracks Abreise erfolgte gleich nachdem der Chef des Generalstabs der IDF [Israeli Defense Forces= israelisches Militär] Lt.-Gen- Gabi Ashkenazi am Sonntag von einem einwöchigen Besuch der USA als Gast Mullens zurückgekehrt war. Ashkenazi führte Gespräche mit Cheney, Hadley und anderen hohen Beamten, die sich auf das iranische Atomprogramm konzentrierten.

„Im Moment laufen viele strategische Überlegungen was den Iran betrifft ab, aber noch hat niemand entschieden, was zu tun ist“, sagte ein hohe IDF Offizier, der an den Gesprächen zwischen Israel und den USA beteiligt war. „Wir sind noch weit von dem Zeitpunkt entfernt, an dem sich Militärs gemeinsam über Karten beugen und eine Operation planen.“

In den letzten Wochen hatte Mullen öffentlich gesagt, dass er gegen militärische Aktionen gegen den Iran, welche eine dritte Front für die gerade im Irak und in Afghanistan kämpfenden USA eröffnen würden, ist.

Baracks Gespräche in den USA finden eine gute Woche nachdem die USA ihren dritthöchsten Diplomaten zu den Verhandlungen der EU mit dem Iran über sein Atomprogramm nach Genf geschickt haben, statt.

„Auf diese Weise werden sie sagen können, sie hätten alles versucht“, spekulierte ein Regierungsbeamter. „Das steigert Amerikas Chancen, sowohl mehr öffentliche Unterstützung zu hause als auch die Unterstützung der europäischen Länder, die heute gegen ein militärisches Vorgehen sind, zu bekommen.“

Diplomaten hatten auch spekuliert, dass die Gespräche zwischen dem Iran und den USA mit den Präsidentschaftswahlen in Verbindung stünden.

Dem IDF-Offizier zufolge sind die regelmäßigen Treffen zwischen Israel und den USA in den letzten Wochen – Mullen war im Juni in Israel – ein Zeichen für die starken Verbindungen zwischen beiden Ländern und für das gemeinsame Interesse, das beide an verschiedenen regionalen Themen wie dem Iran, der Hisbollah, der Hamas und Syrien haben.


Montag, 28. Juli 2008

Die Top 10 der Kriegsgewinnler

Krieg ist immer auch ein riesiges Geschäft für einige wenige große Unternehmen. Welche das genau sind, hat BusinessPundit in seinem Top 25 der größten Kriegsgewinnler zusammengetragen. Da diese Liste sehr lang ist, habe ich hier einmal die ersten 10 ausgewählt.


Die 25 teuflischsten Irakkriegsgewinnler


Der Irakkrieg bedeutet verschiedene Dinge für verschiedene Menschen. Er wird als strategischer Fehler und gewaltige Ungerechtigkeit und manchmal auch, sehr zum Leidwesen vernünftiger menschlicher Wesen, als patriotische Mission bezeichnet. Für viele große Unternehmen allerdings, ist der Krieg etwas ganz anderes: ein lukrativer Goldesel. Der über Jahre andauernde militärische Konflikt hat die Angst vor dem sogenannten „militärisch industriellen Komplex“ wieder zum Leben erweckt. Kritiker in den Medien sind empört über private Unternehmen, die riesige, nie in Frage gestellte Verträge über die Produktion von Waffen, den Wiederaufbau von Infrastruktur, oder irgendetwas anderes, das die Regierung für Notwendig hält um zu gewinnen (oder ihre Fahne im Irak zu hissen), bekommen. Egal wie Ihre Einstellung zum Krieg ist, es zahlt sich aus zu wissen, wohin Ihre Steuergelder fließen.

Das Folgende ist eine detaillierte Auflistung der 25 Unternehmen, die den meisten Profit aus diesem kontroversen Konflikt schlagen.


1. Halliburton


Der erste Namen, der einem hier sofort durch den Kopf schießt, ist Halliburton. Laut MSN Money hat die zu Halliburton gehörende KBR Inc. Regierungsbehörden allein in den Jahren von 2003-2006 17,2 Milliarden Dollar abgenommen. Es wird geschätzt, dass unmittelbar mit dem Krieg verbundene Einnahmen ein Fünftel der gesamten Einnahmen des Jahres 2006 ausgemacht haben. Mit diesen riesigen Zahlungen sollen die Konstruktion und der Unterhalt von Militärbasen, Instandsetzungen von Ölfeldern und verschiedene Infrastrukturprojekte quer durch das vom Krieg gezeichnete Land finanziert worden sein. Das ist nur die neueste Kooperation in einer langen Serie von Partnerschaften zwischen dem Militär und KBR, zu einem nicht unbedeutenden Teil dank der früheren Rolle von Dick Cheney im Mutterkonzern.


2. Veritas Capital Fund/Dyn Corp

Auf den ersten Blick mag es merkwürdig klingen, dass ein Private-Equity-Fonds (um nicht zu sagen Exxon-Mobile) der zweit größte Kriegsgewinnler sein soll. Aber der schlau geführte Fonds hat 1,44 Milliarden Dollar durch sein Tochterunternehmen DynCorp eingeheimst. Die Hauptleistung, die DynCorp den Kriegsanstrengungen zur Verfügung gestellt hat, ist die Ausbildung der neuen irakischen Polizeikräfte. Oft als „Staat innerhalb eines Staates“ bezeichnet, wird das beachtliche Unternehmen von Dwight M. Williams, dem ehemaligen Chief Security Officer des damals aufstrebenden U.S. Department for Homeland Security [Heimatschutzbehörde], geleitet. Dadurch und durch andere enge Verbindungen zu Verteidigungsbehörden, sind Veritas Capital Fund und DynCorp gut aufgestellt, um sogar noch mehr Kapital aus dem Irak zu schlagen.


3. Washington Group International

Die Washington Group International hat ihr Fachwissen bei der Reparatur, Instandsetzung und Wartung von Ölfeldern mit hohem Ausstoß in Erträge von 931 Millionen Dollar aus dem Irakkrieg in den Jahren 2004-2006 umgesetzt. Die andere Spezialität der börsennotierten Firma mit 25.000 Angestellten ist der Bau und Unterhalt von Schulen, Militärbasen und städtischen Einrichtungen wie die Wasserversorgung. Einige haben sich beschwert, dass die saftigen Zahlungen der Regierung hauptsächlich dazu gedient haben, den Börsenwert des Unternehmens zu steigern. Eins ist sicher – mit weiter steigendem Ölpreis wird es keinen Mangel an Nachfrage für die Ölsicherungsdienste geben, die die Washington Internation Group anbietet.


4. Environmental Chemical

Jedes Kriegsgebiet ist schlussendlich mit verbrauchter Munition und kaputten oder zurückgelassenen Waffen übersäht, was eine lukrative Nische für jedes Unternehmen schafft, das bereit ist alles aufzuräumen. Im Irak ist diese Pflicht in die Hände von Environmental Chemical gefallen. Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen mit Sitz in Burlingham, Kalifornien, hatte bis zum Ende des Jahres 2006 878 Millionen Dollar für die Entsorgung von Munition angehäuft und beruft sich dabei auf seine „jahrzehnte lange Erfahrung in der Planung und Durchführung von UXO Entsorgung, Ermittlung und Zertifizierung.“ Das Unternehmen hat enge Verbindungen zu verschiedenen Verteidigungsbehörden und beschäftigt Absolventen der U.S. Navy’s Explosive Ordinance Schools, ebenso wie von der U.S. Army’s Chemical Schools in Anniston.


5. Aegis

Aegis hat das Vereinigte Königreich stolz gemacht, indem es einen Vertrag zur Koordinierung aller privaten Sicherheitsoperationen im Irak an Land ziehen konnte. Der Vertrag mit dem Pentagon bringt 430 Millionen Dollar (nach jedem Maßstab unglaublich lukrativ), hat Aegis aber in einige gefährliche PR-Probleme gestürzt. Die Entscheidung des Unternehmens, an den Kriegsanstrengungen im Irak Teil zu haben, führte zur Ablehnung seines Aufnahmeantrags bei der International Peace Operations Association. Dem Independent zufolge hält die einflussreiche Handelsorganisation Aegis nicht für geeignet, in die „peace and stability industry“ aufgenommen zu werden. Es bleibt abzuwarten, ob Aegis weiterhin für seine Teilnahme an der Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte gebannt bleibt.


6. International American Products

Auch mit den ganzen verblüffenden und bahnbrechenden Innovationen in der Militärtechnik, wäre doch nichts davon ohne Elektrizität zu gebrauchen. Elektrische Leitungen in feindlichem Gebiet zu verlegen, ist eine heikle Sache, aber International American Produkts hat sich hinaus gewagt und in nur drei Jahren 759 Millionen Dollar für ihre Anstrengungen gesammelt. Obwohl sie feindliches Feuer meiden, ist ihre Arbeit zunehmend gefährlich geworden – aber trotzdem absolut notwendig – da die Koalitionskräfte sich abmühen Städte wieder aufzubauen, kriegführende Parteien abzuwehren und das chaotische Land zu stabilisieren. Schulen, Ölfelder und andere öffentliche Infrastruktur haben sich für die Elektrizität, die sie benötigen, auf Notstromgeneratoren verlassen. Nachdem der Irak jetzt langsam beginnt sich zu stabilisieren, hofft International American Products, dass ihr Job weniger heimtückisch wird.


7. Erinys

Die in London ansässige Erinys hat bis jetzt 136 Millionen Dollar für ihre Bemühungen, Iraks wertvolles Öl zu sichern, erhalten. Infolge seines beachtlichen Fachwissens auf den Gebieten Bergbau, Öl und Konstruktion, hat das Unternehmen schon bemerkenswerte Fortschritte bei diesem unglaublich wichtigen Ziel erreicht. Im Zeitraum von nur 16 Monaten hat Erinys erfolgreich 20.000 irakische Sicherheitskräfte ausgebildet, ausgerüstet und mobilisiert, um die Pipeline des Landes vor terroristischen Anschlägen und Sabotage zu schützen. Da die Rohölpreise weiter steigen und noch kein End in Sicht ist, scheint Erinys noch für die nächsten Jahre die Hände voller Arbeit zu haben.


8. Fluor

Fluor erreichte 2004 einen Monstervertrag in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar über den Bau und Unterhalt von Frisch- und Abwassersystemen im Irak. Das Geschäft ist eigentlich ein Joint-Venture zwischen Fluor (einem Unternehmen mit 44.800 Angestellten und Sitz in Aliso Viejo) und der Londoner AMEC, PLC und umfasst eigentlich zwei getrennte Verträge. Der erste – 600 Millionen Dollar schwer – verpflichtet Fluor zum Bau eines Wasserversorgungs- und Klärsystems für Iraks größte Städte. Ein zweiter 500 Millionen Dollar Vertrag beinhaltet das lukrative Joint-Venture, das ähnliche Gespräche in anderen, weniger gefährlichen Regionen vorsieht.


9. Perini

Perini (kontrolliert vom Investor Richard Blum) ist eine der kontroverseren Firmen die großes Geld im Irak machen. Der Grund hierfür ist, dass Blums Frau, Senatorin Dianne Feinstein, ihren Sitz im Military Construction Appropriations subcomittee dazu genutzt zu haben scheint, ein 650 Millionen Dollar Geschäft über das Aufräumen der Umwelt zu seinen Gunsten zu lenken. Das hat zu Empörung und einem Aufschrei wegen Interessenskonflikten in den Medien aber auch bei Feinsteins Kollegen im Kongress geführt.


10. URS Corporation

Ein weiters verunglimpftes und von Blum kontrolliertes Unternehmen, das vom Irak profitiert hat ist URS Corporation. Schon lange als einer der Hauptvertragspartner des Landes in Sachen Verteidigung bekannt, hat URS mit Sitz in San Francisco ein 792 Millionen Dollar Geschäft für das Aufräumen in Iraks Kriegsgebieten ausgehandelt. Wie auch bei Perini kamen sowohl Blum als auch Feinstein in den Fokus und mussten Fragen über den offensichtlichen Interessenkonflikt bei Feinstein, die geholfen hat einen so großen Regierungsvertrag für ihren Investmentbanker-Mann an Land zu ziehen, beantworten. Beide haben sich geweigert, Kopien der Entscheidung des Ethikausschusses über Perini und URS anzufertigen, was zu beachtlichen Spekulationen führte.